Archiv 2020

04. März 2020

Pressemitteilung

Ab 2021 bekommt jeder Polizist ein eigenes Smartphone!

Foto: Sven Vüllers/GdP Düsseldorf.

Ab dem kommenden Jahr soll jeder Polizist in NRW, der im operativen Dienst tätig ist, ein eigenes Smartphone bekommen. Neben den 22 000 Geräten, die der Polizei bereits in diesem Jahr zur Verfügung stehen, wird das Land weitere 7000 Smartphones anschaffen. Das geht aus dem bislang noch nicht veröffentlichten Haushaltsentwurf des Landes für 2021 hervor. Mit den zusätzlichen Geräten wird sichergestellt, dass ab dem kommenden Jahr alle Kriminal- und Ermittlungsbeamten und alle Bezirksbeamten in NRW mit einem eigenen Smartphone ausgestattet werden. Im Wach- und Wechseldienst soll die flächendeckende Ausstattung bereits bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) begrüßt die Anschaffung der zusätzlichen Handys ausdrücklich. „Jedes Kind hat heute ein eigenes Smartphone, aber die Polizisten müssen sich ihr Handy bislang mit einem anderen Beamten teilen. Das passt nicht in die Zeit“, betonte der stellvertretende GdP-Landesvorsitzende Michael Maatz. Die GdP hatte lange darauf gedrängt, dass die Polizisten überhaupt mit Smartphones ausgestattet werden, war mit ihrer Forderung aber bis zum Regierungswechsel zu Schwarz-Gelb auf Granit gestoßen. Erst 2019 wurden bei der Polizei die ersten Smartphones eingeführt.

„Dass jetzt auch bei der Polizei endlich das Smartphone-Zeitalter beginnt, ist auch für die Bürger eine gute Nachricht. Die Smartphones werden uns helfen, viel effektiver zu arbeiten und mehr für die Bürger da zu sein, statt unsere Zeit ständig mit unnötigem Papierkram zu verschwenden“, lobte Maatz die geplante flächendeckende Ausstattung der Polizei. Nach Informationen der GdP kosten die zusätzlichen Geräte fünf Millionen Euro.

02. März 2020

Pressemitteilung

Jetzt nicht den Fehler der Vergangenheit wiederholen und die Kommissariate erneut ausdünnen!

Foto: Jürgen Seidel/GdP Düsseldorf.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) führt den heute von Innenminister Herbert Reul (CDU) bekanntgegebenen deutlichen Rückgang der Straftaten in NRW vor allem auf die erfolgreiche Arbeit der Polizei zurück. „Wenn wir Straftaten verhindern und Täter überführen wollen, brauchen wir eine langfristig angelegte Handlungsstrategie und kein kurzfristiges Hin- und Herschieben unserer viel zu knappen Ressourcen auf immer neue Deliktfelder“, sagt der stellvertretende GdP-Landesvorsitzende Michael Maatz.

„Dass die Zahl der Wohnungseinbrüche in NRW im vergangenen Jahr erneut um über zehn Prozent auf knapp 27 000 Fälle gesunken ist, ist vor allem der bereits vor mehreren Jahren gefällten Entscheidung zu verdanken, für die Verfolgung von Wohnungseinbrüchen deutlich mehr Polizistinnen und Polizisten zur Verfügung zu stellen und hierfür neue Fahndungs- und Präventionskonzepte zu entwickeln“, erläutert Maatz. „Deshalb dürfen wir jetzt nicht den Fehler der Vergangenheit wiederholen und bei der Verfolgung von Wohnungseinbrüchen wieder Personal abziehen. Denn dann werden die Zahlen genauso schnell wieder steigen, wie sie gesunken sind.“

Wenig verwunderlich ist für die GdP zudem, dass die Zahl der bekanntgewordenen Rauschgiftdelikte und der Fälle von sexuellem Missbrauch von Kindern entgegen dem sonstigen Trend in der Kriminalitätsstatistik gestiegen ist. Beim Missbrauch von Kindern sogar um 16 Prozent. „Innenminister Reul hat Recht, wenn er betont, dass der Kindesmissbrauch viel weiter verbreitet ist, als das die jetzt bekanntgewordene Zahl von fast 2400 Fällen in NRW vermuten lässt“, betont Maatz. „So schlimm die Fälle in Lügde und in Bergisch Gladbach auch sind, ist es ihnen zu verdanken, dass die Politik und die Gesellschaft bei Verdacht auf Kindesmissbrauch endlich genauer hinschauen.“

Auch der Anstieg der Rauschgiftdelikte ist auf eine erhöhte Kontrolltätigkeit der Polizei zurückzuführen. „Auch wenn beide Delikte absolut nicht miteinander zu vergleichen sind, gilt auch hier: Je genauer die Polizei hinsieht, umso mehr Straftaten findet sie. Deshalb muss die Polizei auch hier ihre Anstrengungen erhöhen“, fordert Maatz.

Sorge bereitet der GdP zudem die deutliche Zunahme rechtsradikaler Straftaten. „Bei rechter Gewalt gibt es inzwischen ein Umdenken der Politik. Aber die Gefahr, die unserem Staat von gewaltbereiten Rechtsextremisten droht, wird nicht von jetzt auf gleich verschwinden. Deshalb ist es überfällig, dass die Polizei ihre Ressourcen zur Verhinderung rechter Gewalt deutlich erhöhen wird“, betont der stellvertretende GdP-Vorsitzende.

25. Februar 2020

GdP zur Verkehrsunfallstatistik

458 Verkehrstote sind kein Grund zum Jubeln!

Foto: Sven Vüllers/GdP Düsseldorf.

Der leichte Rückgang der Zahl der Verkehrstoten im vergangenen Jahr in NRW um 32 auf 458 getöteten Menschen ist für die Gewerkschaft der Polizei (GdP) kein Grund zur Entwarnung. „458 Verkehrstote heißt doch nichts anders, als dass in NRW kein Tag vergeht, an dem nicht mindestens ein Mensch im Straßenverkehr ums Leben kommt. Das ist angesichts der immer sicherer werdenden Autos vollkommen inakzeptabel“, sagte der stellvertretende GdP-Landesvorsitzende Heiko Müller zu der heute bekanntgewordenen Verkehrsunfallbilanz für 2019. „Da nutzt es auch nichts, wenn Innenminister Herbert Reul darauf verweist, dass die Zahl an Verkehrstoten die niedrigste seit 1953 ist. Es könnten viel weniger Tote und Schwerverletzte sein, wenn die Polizei der Verkehrsüberwachung endlich wieder die Bedeutung zukommen lässt, die sie braucht“, erläuterte Müller.

Weil die Polizei immer mehr zusätzliche Aufgaben wahrnehmen muss, ist die Zahl der Verkehrskontrollen in den vergangenen Jahren stark gesunken. „Wer auf einem Schützenfest oder in einer Disco Alkohol getrunken hat, musste früher damit rechnen, dass er in eine Alkoholkontrolle gerät. Das gibt es heute so gut wie nicht mehr“, kritisiert der stellvertretende GdP-Vorsitzende. „Auch das Risiko, als Raser und Drängler aus dem Verkehr gezogen zu werden, ist in den vergangenen Jahren deutlich gesunken, trotz der wachsenden Zahl der stationären Blitzer. Selbst überladene LKW fallen heute kaum noch auf, weil nicht genügend Polizisten auf der Straße sind.“
Handlungsbedarf sieht die GdP auch bei der technischen Ausstattung der Verkehrsdirektion der Polizei. „Wir brauchen dringend Drohnen zur Verkehrsüberwachung, mehr bewegliche Blitzer und die Abschnittskontrolle, bei der nicht die Geschwindigkeit an einem bestimmten Punkt gemessen wird, sondern die Durchschnittsgeschwindigkeit über eine längere Strecke. Die Konzepte dazu sind längst entwickelt, sie müssen endlich umgesetzt werden“, fordert die GdP.

20. Februar 2020

Mitglieder stellen gute Noten aus!

Gewerkschaften sind kein Selbstzweck. Deshalb hat die GdP ihre Mitglieder in NRW gefragt, ob sie mit der Arbeit der GdP zufrieden sind? Und was wir anders machen sollen? 3095 Mitglieder haben sich an der Umfrage beteiligt. 72 Prozent sind mit den Leistungen der GdP zufrieden oder sogar sehr zufrieden. 74 Prozent sagen, dass die GdP einen wesentlichen Beitrag für die Sicherheit der Polizistinnen und Polizisten leistet. 77 Prozent sagen, dass die GdP bei wichtigen Themen in der Polizei eine prägende Rolle spielt. Das sind sehr hohe Werte, um die uns viele andere Organisationen beneiden.

Interessant ist auch, was die Mitgliedern zu den exklusiven Zusatzleistungen der GdP sagen: 89 Prozent halten sie für wichtig. Aber nur für fünf Prozent sind die Vorteilsangebote und Rabatte, die mit der Mitgliedschaft verbunden sind, der entscheidende Grund, um in der GdP zu sein. Für den ganz überwiegenden Teil der Mitglieder sind die politischen Leistungen und das vielfältige Service- und Beratungs- und Betreuungsangebot der GdP wichtiger.

Was uns unsere Mitglieder sonst noch mit auf den Weg gegeben haben, steht in einem vierseitigen Flyer, der in der März-Ausgabe der Deutschen Polizei beiliegen wird.

Den Flyer mit den wichtigsten Ergebnissen der Mitgliederumfrage gibt es bereits vorweg zum Download.

19. Februar 2020

Starkes Team für starke Ziele

Foto: Sven Vüllers/GdP NRW

Nur Personalräte, die wissen wofür sie stehen, können etwas bewegen! Deshalb tritt die GdP bei den Personalratswahlen vom 5. – 8. Mai mit einem starken Team an. Mit erfahrenen Kolleginnen und Kollegen, die aus den unterschiedlichen Arbeitsbereichen der Polizei kommen. Denn wir wollen, dass sich überall bei der Polizei etwas zum Besseren verändert! In der Direktion GE und bei der Kripo. In der Direktion Verkehr und bei ZA.

Das gilt nicht nur für Wahl der Personalräte in den Kreispolizeibehörden vor Ort und in den drei Landesoberbehörden der Polizei, sondern auch für den Hautpersonalrat der Polizei auf der Ebene des Innenministeriums (PHPR).

Woher die Kandidatinnen und Kandidaten der GdP für den PHPR kommen und welche Berufserfahrungen sie für die Arbeit im Personalrat mitbringen, steht ab sofort auf den Wahlseiten der GdP.

Informationen zu den Kandidaten und Kandidaten der GdP für den örtlichen Personalrat werden in den kommenden Wochen nach und nach auf den Internetseiten der Kreisgruppen eingestellt.

Kandidatinnen und Kandidaten der GdP für den PHPR

05. Februar 2020

Polizeiforum der GdP

Es geht auch besser!

Foto: Sven Vüllers/GdP

Gute Arbeitsbedingungen sind kein Selbstläufer, sondern sie müssen hart erkämpft werden. Das gilt erst recht in Zeiten, in denen die meisten Wachen und Dienststellen dem immer stärker wachsenden Arbeitsdruck kaum noch standhalten. Um das zu ändern, hat die GdP ihre Mitglieder für den 11. März zu einem Polizeiforum nach Kamen-Kaiserau eingeladen, um gemeinsam mit ihnen und mit Experten über neue Wege und Strategien zur Durchsetzung besserer Arbeitsbedingungen bei der Polizei zu diskutieren.

Schwerpunkte des eintägigen Polizeiforums, das unter dem Motto „Es geht auch besser!“ steht, sind neue Konzepte zur Reduzierung der hohen Arbeitsbelastung bei der Polizei, die Forderung der GdP nach Einführung der 35-Stunden-Woche für alle Beschäftigten bei der Polizei und die Frage: ViVA – Fluch oder Segen?

Das Polizeiforum richtet sich an die Beschäftigten in allen Direktionen und Dienststellen und steht neben den Beamtinnen und Beamten auch den Tarifbeschäftigten bei der Polizei offen. Das Forum findet im SportCentrum Kamen-Kaiserau statt.

31. Januar 2020

GdP zum Abschluss des 58. Verkehrsgerichtstages in Goslar

Mertens: Schärfere Regeln für Verkehrsrowdys reichen allein nicht aus

Goslar/Düsseldorf.

Die Forderungen des am Freitag zu Ende gegangenen 58. Verkehrsgerichtstages zum Umgang mit aggressivem Verhalten und zur Verkehrssicherheit von Elektrokleinstfahrzeugen werden von der Gewerkschaft der Polizei (GdP) mit Zurückhaltung aufgenommen. „Schärfere Regeln sind gut gemeint, lösen aber das Problem der viel zu geringen Kontrolldichte nicht“, sagte der stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende Michael Mertens.

Die Diskussion über Elektrokleinstfahrzeuge auf dem Verkehrsgerichtstag habe zudem deutlich gezeigt, dass der jetzt geltende Rechtsrahmen für die Nutzung noch nicht passe. Mertens betonte: „Da sind noch zu viele Widersprüche. Deshalb ist es richtig, dass der Verkehrsgerichtstag jetzt die Einführung einer Prüfbescheinigung fordert, genauso wie für das gleich schnelle Mofa.“ Auch mit Blick auf die Unfallgefahren durch unzureichende Infrastruktur bleibt die GdP skeptisch. Mertens erklärte: „Noch liegen keine belastbaren Zahlen zur Unfallentwicklung vor. Sollte sich hier aber eine deutliche Steigerung ergeben, müssen wir uns über Maßnahmen, wie etwa eine technische Geschwindigkeitsbegrenzung auf 15 statt 20 Stundenkilometer Gedanken machen.“

Positiv bewertet die GdP die Forderung des Verkehrsgerichtstages nach einer Vernetzung von Polizei, Bußgeldstellen und Fahrerlaubnisbehörden, damit aggressives Verhalten im Straßenverkehr besser sanktioniert werden kann. Mertens sagte: „Insbesondere den Führerscheinstellen kommt neben der Polizei eine zentrale Verantwortung zu. Diese sind es, die aggressiven Fahrern Mitteilungspflichten, Nachschulungen oder Fahrtenbuchauflagen vorschreiben können. Das wirkt oft stärker als ein Bußgeld.“
Die GdP begrüßt zudem, dass der Verkehrsgerichtstag die Bedeutung von Präventionsprogrammen wie dem Crashkurs Nordrhein-Westfalen hervorgehoben hat. „Das ist eine wichtige Anerkennung für die Beteiligten, die hier mit viel Engagement arbeiten und auch immer wieder dafür kämpfen müssen, dass diese Programme nicht hinter anderen Prioritäten zurückstecken müssen“, so Mertens.

29. Januar 2020

Pressemitteilung zum 58. Verkehrsgerichtstag in Goslar

Rasern und Dränglern die rote Karte zeigen

Foto: GdP Goslar/Düsseldorf.

Um aggressives und damit unfallträchtiges Verhalten im Straßenverkehr zu reduzieren, ist nach Auffassung der Gewerkschaft der Polizei (GdP) eine deutlich verstärkte Verkehrsüberwachung zwingend notwendig. „Ohne Kontrolle geht es nicht. Wir brauchen dringend moderne Technik und wieder mehr Personal für die Verkehrsüberwachung“, betonte der stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende Michael Mertens anlässlich des am Mittwoch beginnenden 58. Verkehrsgerichtstages in Goslar.


Entscheidend sei, dass Raser und Drängler wieder die Erfahrung machen, dass sie von der Polizei erwischt werden. Dafür fehlten der Polizei aber aktuell die Voraussetzungen. „Bei der Verkehrsüberwachung in den vergangenen Jahren zu viel Personal abgezogen und Fachwissen nicht ersetzt worden. Das rächt sich jetzt“, so Mertens.

Um Raser und Drängler aus dem Verkehr zu ziehen, ist aus Sicht der GdP auch der Gesetzgeber gefordert. Er müsse endlich die Halterhaftung bei Verstößen auch im fließenden Verkehr beschließen. „Wenn Fahrzeughalter, die für einen gefährlichen Verstoß verantwortlichen Fahrzeugführer nicht benennen wollen oder können, sollen sie zumindest für die entstandenen Verwaltungskosten aufkommen“, sagte Mertens. Aggressive Autofahrer sollen sich nach Auffassung der GdP nicht hinter dem Halter verstecken können.

Überfällig ist aus GdP-Sicht auch eine Rechtsgrundlage für den bundesweiten Einsatz moderner Verkehrsüberwachungssysteme, wie der Abschnittskontrolle (Section Control), die bislang nur in Niedersachsen getestet wird. Wo ein gleichmäßiger Verkehrsfluss durchgesetzt wird, lohnten sich riskante Überholmanöver oder Drängeleien nicht. Das zeigen Erfahrungen im europäischen Ausland deutlich.

„Wir wissen, dass aggressives Verhalten eine Vielzahl von Verkehrsunfällen verursacht. Deshalb müssen wir dem Grundsatz der gegenseitigen Rücksichtnahme wieder Geltung verschaffen“, erklärte Mertens.

24. Januar 2020

Personalratswahlen 2020

Starkes Team für starke Ziele!

Foto: Sven Vüllers/GdP

Nur Personalräte, die wissen wofür sie stehen, können etwas bewegen! Das gilt nicht nur für die Personalräte in den 47 Kreispolizeibehörden vor Ort, sondern auch für den Hautpersonalrat der Polizei auf der Ebene des Innenministeriums (PHPR). Deshalb hat die GdP auf der Beiratssitzung am 23. und 24. Januar in Gladbeck nicht nur die Ziele festgelegt, für die sich die Personalräte der GdP in den kommenden vier Jahren einsetzen werden, sondern auch die Kandidatinnen und Kandidaten für den PHPR aufgestellt.

Weil das Land nicht nur zusätzliche Polizistinnen und Polizisten einstellt, sondern auch zusätzliche Tarifbeschäftigte, werden dem neuen PHPR wahrscheinlich zwei Tarifbeschäftigte angehören. Die GdP tritt deshalb in diesem Jahr im Tarifbereich erstmals nicht nur mit einer Spitzenkandidatin an, sondern mit einer eigenen Wahlliste. Spitzenkandidat der GdP für die Beamtinnen und Beamten ist der Recklinghäuser Polizeibeamte Markus Robert. Als Geschäftsführer des PHPR war Markus Robert bereits in den vergangenen Jahren maßgeblich an der Durchsetzung der Interessen der Beschäftigten der Polizei gegenüber dem Innenministerium beteiligt. Spitzenkandidatin der GdP für den Tarifbereich ist die LKA-Mitarbeiterin Jutta Jakobs. Sie vertritt bereits seit vielen Jahren die Interessen der Tarifbeschäftigten gegenüber dem Innenministerium und ist zudem stellvertretende Landesvorsitzende der GdP.
Auf den weiteren Listenplätzen folgen für die Beamtinnen und Beamten Meike to Baben, KPB Neuss, Rainer Axer, PP Aachen, Lorenz Rojahn, PP Gelsenkirchen, Tanja Klein, PP Köln, Alexander Ponickau, LAFP Brühl, Patrick Schlüter, KPB Gütersloh, Heiko Müller, PP Essen, Frauke Sartori, PP Hamm, Michael Maatz, LAFP Neuss, Frank Schniedermeier, PP Dortmund, Christoph Reinen, KPB Paderborn, Jörg Brackmann, PP Essen, Anja Daniel-Appelmann, LZPD, und Andreas Pein, PP Köln.
Auf den vorderen Listenplätzen für die Tarifbeschäftigten kandidieren neben Jutta Jakobs Alexandra Engler, KPB Unna, Alexander Knopp, PP Köln, Thomas Spreer, KPB Coesfeld, und Sylvia Stoscheck, PP Dortmund.

23. Januar 2020

Personalratswahlen 2020

Wirkt: GdP

Foto: Lukas Maaßen/GdP

Die GdP hat in den vergangenen vier Jahren viel erreicht. Nicht nur bei den Einstellungszahlen und der Ausrüstung, sondern auch bei der nachhaltigen Verbesserung der Aufstiegschancen und der Erweiterung der Eingriffsbefugnisse der Polizei. Nichts davon hat es von selbst gegeben. Deshalb treten die Kandidatinnen und Kandidaten der GdP bei den Personalratswahlen vom 5. – 8. Mai unter dem Motto an: „Wirkt: GdP“.

Das Motto ist für uns zugleich eine Verpflichtung für die Zukunft, denn die Polizei steht in den kommenden Jahren vor massiven Herausforderungen. Nicht nur durch neue Kriminalitätsformen, sondern auch durch die Digitalisierung der gesamten Gesellschaft und durch den demografischen Wandel. Wir wollen, dass die Polizei diesen Prozess nicht erleidet, sondern wir wollen ihn aktiv gestalten! Wir wollen die Polizei fit machen für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Und wir wollen erreichen, dass sich das Einkommen, die Arbeitsbedingungen und die Aufstiegschancen bei der Polizei nachhaltig verbessern. Für alle Beschäftigten bei der Polizei! Das geht nur mit starken Personalräten, mit einer starken Gewerkschaft an ihrer Seite.
Damit wir dieses Ziel auch erreichen, haben mehr als 120 Vertreter der GdP-Kreisgruppen aus ganz NRW auf einer Beiratssitzung am 23. und 24. Januar in Gladbeck nicht nur die Spitzenkandidatinnen und -kandidaten der GdP für den Hautpersonalrat der Polizei nominiert, sondern auch das Arbeitsprogramm für die Personalräte in den kommenden vier Jahren beraten. Fünf Ziele stehen für die GdP im Vordergrund:

  1. Die Digitalisierung wird in den nächsten Jahren die Arbeit der Polizei grundlegend verändern. Von neuen Strategien zur Gefahrenabwehr über die Bekämpfung der Cyberkriminalität bis zur Verkehrsunfallaufnahme. Bei der Digitalisierung geht es aber nicht nur um die Einführung einer neuen Technik, sondern die Digitalisierung muss auch zu einer nachhaltigen Arbeitsentlastung bei der Polizei führen!
  2. Arbeit und Freizeit müssen wieder in ein Gleichgewicht gebracht werden. Wir brauchen nicht nur einen Abbau krankmachender Schichtdienste, sondern auch eine deutliche Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit. 35 Stunden sind genug!
  3. In Zeiten des demographischen Wandels lässt sich gutes Personal nur durch gute Arbeitsbedingungen gewinnen. Deshalb brauchen wir in allen Arbeitsbereichen der Polizei attraktive Aufstiegs- und Entwicklungsperspektiven.
  4. Alle Beschäftigten bei der Polizei haben ein Recht darauf, dass ihr Arbeitsplatz so gestaltet ist, dass sie bis zum Alter ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen arbeiten können. Der Gesundheitsschutz bei der Polizei muss deutlich verbessert werden – von der besseren Körperschutzausstattung bis zum höhenverstellbaren Schreibtisch.
  5. Gute Arbeit muss gut bezahlt werden. Hier gibt es bei der Polizei deutlichen Nachholbedarf – von den Zulagen bis hin zur Eingruppierung.

18. Januar 2020

Aufstehen gegen Rassimus

Foto: Norbert Sperling / GdP

Am heutigen Morgen fand die Kundgebung des DGB Emscher-Lippe "Aufstehen gegen Rassismus" in Marl statt. Anlass für diese Kundgebung war der Landesparteitag der AfD NRW. Der DGB Emscher-Lippe konnte für die Kundgebung ein breites gesellschaftliches Bündnis auf die Beine stellen. Neben zahlreichen Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern, sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, den verschiedenen Glaubensgemeinschaften und Kultur, folgten auch viele Bürgerinnen und Bürger dem Aufruf und setzten ein deutliches Zeichen gegen Rassismus und für mehr Solidarität.

In diesem Zusammenhang möchten wir darauf hinweisen, dass die Behauptung aus einer bestimmten politischen Ecke, auf unserer Kundgebung würde Hass geschürt, vollkommen falsch ist. Wir als Gewerkschaft der Polizei suchen mit einer Partei, aus deren Mitte zu Pogromen u.a. gegen GewerkschafterInnen aufgerufen wird, keine Diskussion. Wir werden den Gewerkschaftsfeinden gewiss keine Bühne bieten und unterstützen stattdessen Veranstaltungen wie diese, um die Vielfalt der Gesellschaft zu feiern.

#stilllovingsolidarity #keinplatzfürrassismus

08. Januar 2020

GdP baut starke Position in der Polizei weiter aus

Foto: Sven Vüllers/GdP Düsseldorf.

2019 hat die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in NRW erneut 1320 zusätzliche Mitglieder gewonnen. Mit Stichtag 31. Dezember waren 43 672 Polizistinnen und Polizisten, Tarifbeschäftigte und Verwaltungsbeamte der Polizei Mitglied der GdP. Das sind 4360 Mitglieder mehr als 2015. Parallel zum deutlichen Mitgliederzuwachs ist die GdP in den letzten Jahren auch jünger geworden. Knapp ein Drittel aller GdP-Mitglieder ist unter dreißig Jahre alt.

Verantwortlich für den starken Mitgliederzuwachs sind nicht nur die in den letzten Jahren wieder gestiegenen Einstellungszahlen bei der Polizei, sondern auch das konsequente Eintreten der GdP für die Interessen der Beschäftigten gegenüber der Politik und den eigenen Vorgesetzten. Auch über starke Personalräte. „Dass zwei Drittel der Polizisten und der Tarifbeschäftigten bei der Polizei Mitglied der GdP sind, zeigt, dass Gewerkschaften nichts an ihrer Attraktivität verloren haben, wenn sie vor Konflikten nicht zurückscheuen“, erläuterte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens das Erfolgsrezept seiner Gewerkschaft.


Die GdP hat in den vergangenen Jahren maßgeblichen Anteil daran gehabt, dass die Politik dem Schutz vor Straftätern inzwischen wieder den Stellenwert zukommen lässt, auf den die Menschen einen Anspruch haben. „Dass wir nicht nur die Interessen der Beschäftigten bei der Polizei im Blick haben, sondern auch die Innere Sicherheit, macht die große Glaubwürdigkeit der GdP aus. Das gibt uns Kraft, wenn wir uns mit der Politik auseinandersetzen“, betonte Mertens.

Die GdP erwartet, dass die Politik die Polizei weiter stärken wird. „Die Richtung stimmt. Aber wir dürfen nicht nachlassen. Weder beim Personal, noch bei der Ausstattung“, sagte Mertens.

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