05. Juli 2022
Pressestelle
Trageversuch für Poloshirts im Winter sinnlos!
Foto: Sven Vüllers/GdP
Düsseldorf.
Nach Informationen der Gewerkschaft der Polizei (GdP) kann der geplante Trageversuch für die neuen Poloshirts für die Polizei erst im kommenden Jahr stattfinden. Der Grund: Laut NRW-Innenministerium sollen die am Trageversuch beteiligten Firmen bis in den Herbst hinein nicht in der Lage sein, die erforderlichen Mustershirts herzustellen. Dann sind die Temperaturen aber so niedrig, dass der Trageversuch keinen Sinn macht.
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hält die Begründung des Innenministeriums für vorgeschoben. „Wir reden über die Anschaffung von mehreren hunderttausend Poloshirts, mit denen die Polizei im kommenden Jahr ausgestattet werden soll. Dass die Anschaffung an 50 Mustershirts scheitern soll, weil für sie angeblich zurzeit kein Stoff zur Verfügung steht, ist nicht nachvollziehbar“, kritisiert GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. „Käme die gleiche Anfrage von einem großen Textilhändler, würden die Mustershirts sofort hergestellt und ausgeliefert.“
Die GdP hat deshalb Innenminister Herbert Reul (CDU) aufgefordert, in Gesprächen mit der Industrie dafür zu sorgen, dass der geplante Trageversuch noch in diesem Sommer durchgeführt werden kann. „Sonst haben die Polizistinnen und Polizisten in NRW auch im nächsten Sommer noch immer keine Poloshirts zur Verfügung, weil es dann für eine Serienproduktion zu spät ist.“
In fast allen anderen Bundesländern und bei der Bundespolizei gehört das Poloshirt längst zur Grundausstattung der Polizei. In den benachbarten Niederlanden gilt das bereits seit fast zehn Jahren. Deren Erfahrung lässt sich nutzen, so dass nur ein kurzer Trageversuch notwendig ist.


 
 
 
 
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