31. Mai 2022
Pressemitteilung
Die 41 muss weg!
Foto: Stephan Hegger/GdP
Düsseldorf.
„Die 41 muss weg! Her mit der 38,5 Stunden-Woche!“ – mit dieser Forderung haben heute Polizistinnen und Polizisten den Beginn der Koalitionsverhandlungen von CDU und Grünen in Düsseldorf begleitet. Die Polizisten wehren sich dagegen, dass in dem zwölfseitigen Sondierungspapier, auf das sich die beiden künftigen Regierungsparteien in der vergangenen Woche geeinigt haben, nichts zur Stärkung des öffentlichen Dienstes steht.
„Das Einzige, was CDU und Grünen bisher eingefallen ist, ist die Gleichwertigkeit von Meisterausbildung und Bachelorstudium. Von der Abschaffung der 41-Stunden-Woche steht im Sonderungspapier nichts! Dabei ist die überlange Arbeitszeit das größte Hindernis, um in Zukunft gut qualifizierte junge Menschen für die Polizei zu gewinnen“, kritisiert der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Michael Mertens. „Niemand sonst muss so lange arbeiten.“
Eingeführt worden ist die 41-Stunden-Woche für die Beamten vor fast zwanzig Jahren von der damaligen rot-grünen Landesregierung. Angeblich als vorübergehende Sparmaßnahme. Für die Tarifbeschäftigten beträgt die wöchentliche Arbeitszeit 39 Stunden und 50 Minuten. Die GdP fordert, dass die Arbeitszeit für alle Beschäftigten des Landes auf 38,5 Stunden reduziert wird. „Bis 2003 gab es in NRW schon einmal die 38,5-Stunden-Woche. Finanziert auch durch einen Gehaltsverzicht der Beamten. Die gestohlenen Stunden wollen wir endlich zurückhaben“, fordert Mertens.


 
 
 
 
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