18. November 2021

Tarifrunde: GdP sendet "Notruf" an NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst

Foto: Ralf Rottmann/Funke Foto Services

Düsseldorf.

Die Corona-Zahlen steigen und steigen. In der laufenden Tarifrunde gibt es aber bislang trotzdem keine Anzeichen, dass die Arbeitgeber von ihrer sturen, verantwortungslosen Haltung abrücken. Nach zwei Verhandlungsrunden hat die TdL immer noch kein Angebot vorgelegt, geschweige denn ein faires. Wenn sich das nicht rasch ändert, droht der Tarifkonflikt noch weiter zu eskalieren. So treibt man Beschäftigte in Pandemiezeiten auf die Straße. Mit eindringlichen Worten hat sich GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens deshalb in einem offenen Brief an Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidenten Hendrik Wüst (CDU) gewandt. Hier der Wortlaut:

Offener Brief zur Tarifrunde für den öffentlichen Dienst der Länder Gefährdung der Beschäftigten im Tarifkonflikt aufgrund der Corona-Situation

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Wüst,

als größte Gewerkschaft für Beschäftigte im Polizeidienst und im Namen unserer 46000 Mitglieder in NRW wenden wir uns heute an Sie als neu gewählten Ministerpräsidenten mit einem „Notruf“!

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) NRW möchte Sie auf die aktuell eskalierende Lage in der Tarifauseinandersetzung der Länder hinweisen. Ausgelöst durch eine noch nie dagewesene Kompromisslosigkeit und Herablassung seitens der Arbeitgeberseite, werden die Beschäftigten in Zeiten wie diesen gezwungen für Ihre Interessen auf „die Straße“ zugehen. Denn nach zwei ergebnislosen Verhandlungsrunden verweigert die Arbeitgeberseite noch immer die Vorlage eines Angebotes.

Unser gemeinsames Ziel in NRW ist es doch, attraktive Arbeitsbedingungen zu schaffen, um dem allgemeinen Fachkräftemangel zu begegnen.

Sie haben auf die rasant steigenden Neuinfektionen zu Recht bereits mit einer 2G-Regelung für den Kultur- und Freizeitbereich in NRW reagiert. Daher appellieren wir an Sie als Ministerpräsident des Bundeslandes, das bundesweit die meisten Landesbediensteten beschäftigt, Ihren politischen Einfluss bei der TDL geltend zu machen, um – im Zeichen der Zeit – eine verantwortungsvolle, pragmatische Lösung unter Abkürzung sonst in Tarifverhandlungen üblicher Eskalationsstufen zu finden. Die Situation verlangt nach einer 2A-Regelung: Angebot und Abschluss!

Mit freundlichen Grüßen

Michael Mertens

Landesvorsitzender

Brief an den Ministerpräsidenten zum Download

 
 
 
 
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