22. März 2020

Pressemitteilung

Kontaktverbot: Jetzt ist die Stunde der Solidarität, nicht der Polizei!

Foto: GdP Düsseldorf.

Das weitreichende Kontaktverbot zur Bekämpfung des Corona-Virus, auf das sich heute der Bund und die Länder geeinigt haben, stellt die Polizei vor große Herausforderungen. „Wenn sich Menschen trotz des verhängten Kontaktverbots in größeren Gruppen versammeln sollten, ist es Aufgabe der Polizei, die Ansammlungen aufzulösen und die Beteiligten zur Rechenschaft zu ziehen. Sonst läuft das Kontaktverbot ins Leere“, sagte unmittelbar nach Bekanntwerden der geplanten Maßnahme der stellvertretende Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Michael Maatz. Zugleich warnte Maatz aber davor, die Rolle der Polizei zu überschätzen. „Wir können mit unseren Kontrollen einen Beitrag dazu leisten, dass alle, die den Ernst der Situation noch immer nicht verstanden haben, nicht permanent gegen das Kontaktverbot verstoßen und dadurch sich und andere gefährden. Mehr aber auch nicht“, sagte Maatz.  

„Wenn wir die Verbreitung des Virus wirklich eindämmen wollen, brauchen wir die Unterstützung von jedem einzelnen, sich an die notwendigen Einschränkungen zu halten. Deshalb ist jetzt die Stunde der Solidarität und nicht die Stunde der Polizei!“ ergänzte Maatz. „Der Solidarität mit allen Menschen, für die der Kontakt mit dem Corona-Virus eine unmittelbare Lebensgefahr bedeutet. Und mit den Krankenschwestern und Ärzten, den Polizisten und Feuerwehrleuten, den Verkäuferinnen und Busfahrern, die einen Beitrag dazu leisten, die Versorgung der Bevölkerung aufrecht zu erhalten, und sich dabei selber in Gefahr begeben.“

Positiv bewertet die GdP, dass sich Bund und Länder auf einheitliche Regeln zum Umgang mit dem Corona-Virus verständigt haben. „Welche Maßnahmen in der jetzigen Situation notwendig sind, können nur Gesundheitsexperten beurteilen. Aber dass jetzt in ganz Deutschland einheitliche Regeln gelten, hilft, dass die Maßnahmen auf eine breite Unterstützung stoßen.“


 
 
 
 
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